In unserem tomgarten-Tipp erhalten Sie nützliche Infos zur beliebten Amaryllis als Zimmerpflanze mit einer ausführlichen Pflegeanleitung für das ganze Jahr sowie Tipps zum Gießen, Übersommern und vielem mehr. Somit steht einer Blüte über viele Jahre nichts im Wege.

Wissenswertes über die Amaryllis

Die ursprünglich aus dem Süden Afrikas stammende echte Amaryllis wurde Mitte des 18. Jahrhunderts nach Europa eingeführt und gilt als sehr beliebte Zimmerpflanze. Es gibt mittlerweile etwa 70 verschiedene Arten und über 600 Zuchtformen der botanischen Hippeastrum. Vor allem im Winter und zur Weihnachtszeit kann man die imposanten Blüten der Amaryllis in zahlreichen Haushalten bestaunen. Tische, Fensterbänke und andere Stellen im Haus lassen sich mit der Zwiebelblume gekonnt in Szene setzen und dekorieren. Auch als Schnittblume in der Vase macht die Amaryllis eine gute Figur.

Beachten Sie beim Umgang mit der Amaryllis, dass die Pflanzen in allen Teilen giftig sind - vor allem das Speichergewebe in den Zwiebeln.

Beeindruckende Zimmerpflanze in Wuchs und Blüte

Es sind vor allem die einzigartigen Blüten, die die Amaryllis zu einer beliebten und bewährten Zimmerpflanze machen. Je nach Sorte bilden Amaryllen pro Zwiebel ein bis zwei Blütenschäfte zwischen Winter und Frühjahr. Aus diesen treten drei bis vier große Trichterblüten in Farben wie Rosa, Rot, Weiß oder auch Grün hervor. Diese können einen beachtlichen Durchmesser von bis zu 30 Zentimetern erreichen und trumpfen auf bis zu 80 Zentimeter hohen Stielen über dem dunklen, kräftigen Grün der Blätter. Insgesamt kann die ausdauernde Pflanze zwischen 70 bis 100 Zentimeter Wuchshöhe erreichen. Die Amaryllis bildet eine Zwiebel als Speicherorgan. Somit hat sie sich perfekt an das trockene, kühle Klima in Deutschland angepasst.



Die Wahl des richtigen Standortes

Bevor Sie einen Standort für Ihren neuen Mitbewohner festlegen, ist es wichtig zu wissen, dass die Amaryllis drei Vegetationsphasen hat und somit verschiedene Ansprüche an den Standort stellt. Ihr Lebenszyklus unterscheidet sich von dem anderer Zimmerpflanzen. Somit hat sich die Amaryllis an den Wechsel zwischen Regen- und Trockenzeiten in Deutschland angepasst. Während ihrer Wachstumsphase von Frühjahr bis Sommer bevorzugt die Amaryllis ein halbschattiges, warmes Plätzchen bei ca. 24 bis 26 Grad. In dieser Zeit kann die Pflanze auch im Garten oder auf Balkon und Terrasse aufgestellt werden. Im Herbst legt die Amaryllis eine Pause ein. Hierfür sollte ihr ein dunkler und konstant kühler Platz bei ca. 16 Grad angeboten werden. Der kühle Keller ist hierfür ideal. Im Winter beginnt dann die Blühphase. Nun können Sie Ihre Amaryllis wieder im Haus platzieren. Ein heller und warmer Standort mit Temperaturen um ca. 20 bis 22 Grad sind ideal. Die Umgebungstemperatur kann dann auch auf 16 Grad sinken.

Unser Tipp: Je niedriger Sie die Temperaturen während der Blühphase halten, desto länger hält sich die Blüte.

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Pflanzen, Gießen, Düngen und Pflegen – so geht’s richtig

Amaryllis-Zwiebeln erhalten Sie in unserem Pflanzenversand ab Oktober. Nach Erhalt Ihrer Amaryllis, sollten Sie diese umgehend in einen Topf setzen. Zum Pflanzen der Amaryllis-Zwiebel verwenden Sie idealerweise Blumen- oder Universalerde. Das Untermischen von Tongranulat sorgt für einen durchlässigen Boden. Achten Sie bei der Pflanzung der Amaryllis darauf, dass der Abstand zwischen Topf und Zwiebel nicht größer als 5 Zentimeter ist. Gießen Sie die Zwiebel und platzieren Sie den Topf an einem kühlen Ort im Haus bei ca. 16 bis 18 Grad. Regelmäßiges Gießen ist vor allem während der Blüh- und Wachstumsphase vom Winter bis zum Sommer sehr wichtig. Die Wassermenge wird hierfür vom ersten Austrieb bis in den März langsam gesteigert. Stellen Sie die Amaryllis im Sommer in den Garten, sollten Sie diese öfter gießen als bei der Kultivierung auf der Fensterbank. Gießen Sie die Zwiebel idealerweise von unten. Das Unterlegen eines Untersetzers unter den Topf hat sich hier gut bewährt. Die Amaryllis-Zwiebel zieht sich so die benötigte Menge Gieß-Wasser über die Wurzeln. Während ihrer dreimonatigen Ruhephase ab September kann das Gießen dann ganz eingestellt werden.

Die Blätter der Amaryllis trocknen im Herbst komplett ein und die Zwiebel sammelt so neue Kraft für den Austrieb im Winter. Die laublose Phase sollte mindestens fünf Wochen andauern. Verwelkt die Blüte Ihrer Amaryllis, können Sie diese das erste Mal mit einem Flüssig-Dünger versorgen. Düngen Sie ab dann alle drei bis vier Wochen nach. Ab Ende April sollte dann zweimal wöchentlich gedüngt werden. Setzen Sie Ihre Amaryllis im Sommer nach draußen in den Garten oder auf die Terrasse, sollten Sie sogar wöchentlich düngen. Vor Beginn der Ruhephase ab August wird das Düngen komplett eingestellt.

Unser Tipp: Drehen Sie Ihre Amaryllis-Pflanze regelmäßig um ca. 180 Grad, denn der Blütenschaft wächst stets zum Licht hin. Das regelmäßige Drehen verhindert, dass dieser krumm wird. Die verwelkten Blütenstände werden nach der Blüte mit einem scharfen Messer abgeschnitten. Die Blätter lassen Sie bis zum Spätsommer stehen. Diese werden nach dem Eintrocknen entfernt.

Pflegeanleitung für das ganze Jahr

Die Pflege der mehrjährigen Amaryllis klingt im ersten Moment recht kompliziert, es lohnt sich jedoch. Folgende Grafik (Quelle: meinschönergarten.de) zeigt Ihnen noch mal auf einfache Weise eine Amaryllis Pflegeanleitung für das ganze Jahr:

Neben den „natürlichen“ Amaryllis-Zwiebeln bieten wir Ihnen in unserem tomgarten-Online-Shop ab Herbst auch die dekorative Wachs-Amaryllis an. Diese ist vor allem für diejenigen ohne „grünen Daumen“ geeignet, denn die in Wachs gegossene Amaryllis ‚Touch of Wax‘ benötigt weder Erde, noch Wasser oder Dünger. Sie wird einfach an der gewünschten Stelle im Haus platziert. Eine reizende Geschenk- und Deko-Idee zur Weihnachtszeit!

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