2019 ist das Jahr der Kapuzinerkresse. Sie ist eine der anspruchslosesten und einfachsten Gartenblumen überhaupt. Ihre farbenprächtigen Blüten sind ein echter Hingucker auf dem Balkon und im Garten. Alle Teile der Kapuzinerkresse – Blüten, Blätter und junge Samen – sind essbar. Daher ist sie sehr beliebt und wird gerne zum Dekorieren von Salaten und Sommergerichten genutzt. Holen Sie sich diese Schönheit nach Hause und genießen Sie einen ganzen Sommer lang ihre warme Farbenpracht.

Kapuzinerkresse aus Samen ziehen

Das Ziehen der Kapuzinerkesse aus Samen ist kinderleicht. Daher wird das Saatgut auch gerne in Schulgärten verwendet. Selbst wenn Sie noch nie mit Saatgut gearbeitet haben – die Anzucht der Kapuzinersamen gelingt garantiert. Ein echtes Kinderspiel.

Bereits der Inhalt eines Samentütchen ergibt dutzende Kapuzinerkresse-Pflanzen. Das einjährige Saatgut wird nach den letzten Frösten ab Mitte April / Anfang Mai direkt im Beet ausgebracht. Sie können das Saatgut aber auch bereits im März in großen Töpfen vorkultivieren. Verwenden Sie bei der Topfkultur frische Aussaaterde. Hohe Ansprüche an den Standort stellt die Kapuzinerkresse nicht. Ideal ist ein sonniges bis halbschattiges Plätzchen mit sandigen bis lehmigen Boden. Das Saatgut ist zudem sehr kalktolerant und mit einer mäßigen Nährstoffversorgung durchaus zufrieden. Halten Sie die Samen gleichmäßig feucht. Achten Sie darauf, dass die kälteempfindliche Kapuzinerkresse frostfrei steht. An den Ranken der Pflanze bilden sich zwischen Juli und Oktober zahlreiche Blüten, mit denen Sie Speisen garnieren können. Aber auch Wildbienen und andere Nützlinge erfreuen sich an der Blütenpracht. Putzen Sie Verblühtes regelmäßig aus, dann blüht die Kapuzinerkresse stets üppig nach.

Unser Tipp: Sobald die Wurzeln der gekeimten Pflanze den gesamten Aussaattopf durchwurzelt haben und kräftig belaubt sind, setzen Sie sie in den endgültigen Pflanztopf in Qualitätsblumenerde um oder später im Frühjahr direkt ins Freiland.


Superfood Kapuzinerkresse

Die spektakulären Farben der Kapuzinerkresseblüten ergeben attraktive Deko-Akzente in Sommersalaten. Sie verleihen Gerichten eine appetitliche Rettichschärfe. Besonders aromatisch sind die Blüten, wenn Sie diese noch mit Nektar darin erwischen – sofern die Bienen und Hummeln im Garten nicht schneller waren. Neben den Blüten sind auch die Blätter der Kapzinerkresse genießbar sowie die noch grünen Samenstände. Vor allem junge, rohe Blätter werden zum Würzen von Salaten genutzt. Geschmacklich erinnern diese an Brunnenkresse. Die Blüten und Blätter sind reich an Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen. Die Kapuzinerkresse ist auch als Heilpflanze bekannt. Sie stimuliert den Appetit und die Verdauung. Außerdem fördert sie die Durchblutung und wirkt positiv auf fast alle Organe. Neben Salaten können Sie die Kapuzinerkesse auch für Wok-Gerichte verwenden oder zu Pesto verarbeiten. Für ein Pesto bieten sich vor allem die Blätter an.

Unser Tipp: Ernten Sie Blätter zum Garnieren stets frisch und wenn diese noch „jung“ sind. Denn mit zunehmendem Alter der Blätter, verlieren diese an Geschmack und Schärfe. Übrigens brauchen Sie kein schlechtes Gewissen zu haben, die nektarreichen Blüten den Bienen wegzunehmen. Denn eine Kapuzinerkresse-Pflanze bildet unzählige Blüten den ganzen Sommer lang bis in den Herbst, sodass genug Nahrung für alle da ist.

Rezepttipp – Kapuzinerkresse-Pesto

Dieses Pesto lässt sich schnell und einfach zubereiten und ist auch für Kochanfänger kinderleicht nachzukochen. Sie können es später zu Pasta servieren oder als Brotaufstrich verwenden.

Zutaten für 2 Portionen:

  • 150 g Kapzinerkresseblätter (evtl. auch 2 – 4 Blüten)
  • 100 g Parmesan
  • 1 Knoblauchzehe
  • 2 EL Walnüsse
  • Salz und Paprikapulver zum Würzen
  • Olivenöl

Zubereitung:

Zerkleinern Sie grob die Blätter, den Knoblauch und Parmesan. Geben Sie anschließend alle Zutaten bis auf das Olivenöl in einen Mixer. Anstatt mit dem Mixer können Sie auch alles mit einem Pürierstab zerkleinern. Fügen Sie zum Schluss das Olivenöl hinzu bis das Pesto die gewünschte Konsistenz erreicht hat. Schmecken Sie es vorher noch mal ab und würzen Sie gegebenenfalls nach. Nun können Sie das Pesto in Gläser abfüllen. Im Kühlschrank hält es sich ca. 1 – 2 Woche.

Wir wünschen gutes Gelingen und einen guten Appetit!

Quelle: Bilder und Text Fleuroselect

Kapuzinerkresse-Samen