Einfach eine tolle Knolle - die Kartoffel

Pro Jahr landen rund 60 Kilo Kartoffeln auf den Tellern der Deutschen. Weltweit sind Kartoffeln ein wichtiges Grundnahrungsmittel und das nicht ohne Grund. Die Kartoffel ist ein äußerst vielseitiges und gesundes Gemüse sowie eine traditionelle und recht pflegeleichte Nutzpflanze für den Garten, aber auch auf Terrasse und Balkon hervorragend zu kultivieren.

Der Kartoffel selbst ist es egal, ob sie auf einem Feld oder in einem Eimer wächst. Sie braucht lediglich Erde, Wärme, Wasser und Nährstoffe. Und genau diese Bedingungen kann man fast überall schaffen – auf dem Balkon, dem Dachgarten oder im sonnigen Innenhof. Erfahren Sie mehr darüber, wie Sie Kartoffeln auch auf kleinstem Raum kultivieren können und worin der Unterschied liegt zwischen Pflanzkartoffeln und Kartoffelpflanzen.

Kartoffeln im Pot – kinderleicht vom Balkon ernten

Zum Anbau von eigenen Kartoffeln, braucht es nicht viel Platz oder einen großen Garten. Pflanzkartoffeln und Kartoffelpflanzen können kinderleicht in einem Gefäß auf Balkon und Terrasse kultiviert werden. Dieses sollte mindestens 10 Liter Fassungsvermögen und eine Höhe von 25 - 30 cm haben. Extra für den Kartoffelanbau auf kleinstem Raum konzipiert sind der PotatoPot oder der Potato Pflanz-Turm. Wichtig ist, dass jedes Gefäß Ablauflöcher hat, denn überschüssiges Gießwasser muss ablaufen können!

Der PotatoPot eignet sich für den Anbau von Pflanzkartoffeln ebenso wie für Vital-Kartoffeln und Süßkartoffeln. Ein großer Vorteil des PotatoPots: Sie können die Größe der Kartoffeln stets überprüfen, da der Topf über einen speziellen Einsatz verfügt. Der Potato Pflanz-Turm bietet sich in erster Linie für die Kultur von Pflanzkartoffeln und Vital-Kartoffeln an. Für Süßkartoffeln ist eher weniger geeignet, da der Potato Pflanz-Turm für die großen Süßkartoffeln in der Höhe zu eng ist.

In Hochbeeten lassen sich ebenfalls reichlich Kartoffeln selbst anbauen. Hier sollten Sie ebenfalls darauf achten, dass diese eine Tiefe von ca. 30 cm haben. So können sich die Knollen gut entwickeln. Ein großes Angebot an hochwertigen Hochbeeten – auch für andere Gemüsesorten, kompaktes Obst oder Kräuter – finden Sie in unserem Gartenversand.

Das beste Substrat und der ideale Standort für Kartoffeln

Da Kartoffeln sogenannte Starkzehrer sind, benötigen sie große Mengen an Nährstoffen – und diese möglichst schnell und einfach. Am besten eignet sich ein lockeres Substrat, welches mit reichlich Mist oder Kompost fruchtbar gemacht wird. Als Basis kann gewöhnliche Gartenerde, spezielle Gemüseerde oder auch Hochbeet- bzw. Gewächshauserde dienen. Der ideale Standort für den Kartoffelanbau ist schnell gefunden, denn er sollte sonnig liegen und warm sein. Wobei pralle Sonne vermieden werden sollte, da Kartoffeln gleichmäßig feuchte Böden lieben. Zum Gießen eignet sich kalkarmes Regenwasser oder abgestandenes Leitungswasser. Mit dem Beginn der Knollenbildung – also vor allem die ersten drei Wochen nach der Blüte – sollten die Pflanzen möglichst morgens reichlich gegossen werden. Vermeiden Sie stets Staunässe, da die unterirdischen Knollen sonst zu faulen beginnen.

Bitte beachten: Aufgrund ihrer Selbstunverträglichkeit können Kartoffeln nur aller vier Jahre auf der gleichen Fläche angebaut werden. Das bedeutet, dass die Erde vor allem in Pflanzgefäßen jährlich ausgetauscht werden sollte.

Kartoffeln richtig düngen und mit Nährstoffen versorgen

Während dem Wachstum sind Hornspäne ein guter Dünger, denn Kartoffeln lieben den hohen Stickstoffgehalt, den die Späne ermöglichen. Diese werden einfach direkt in die Erde gegeben und vorsichtig eingearbeitet. Binnen kurzer Zeit werden die entsprechenden Nährstoffe an den Boden und somit die Kartoffelpflanzen abgegeben. Auch Brennnesseljauche ist ein idealer Flüssigdünger in der Wachstumsphase. Mit ihr bieten Sie den Kartoffeln einen intensiven Energieschub. Zudem wirkt das Mittel gegen Schädlinge und verbessert den Boden.

Kleiner, aber feiner Unterschied: Pflanzkartoffeln und Kartoffelpflanzen

Bei Pflanzkartoffeln, auch bekannt als Saatkartoffeln, handelt es sich um reine Kartoffel-Knollen. Diese haben weder Wurzeln noch Triebe. Bevor Sie diese in die Erde bringen können, sollten Sie die Pflanzkartoffeln vorkeimen. Das sollte ca. vier bis acht Wochen vor der Pflanzung geschehen. Zum Vorkeimen legen Sie die Knollen in einem leeren Eierkarton oder einer Kiste mit genügend Abstand und etwas Komposterde aus und stellen diese vorab zwei bis drei Tage bei ca. 16 bis 20 Grad im Haus auf. Danach werden die Kartoffeln an einem kühleren Platz mit 12 bis 14 Grad vorgekeimt. Wichtig ist, die Feuchtigkeit gleichmäßig hoch zu halten. Dafür bietet es sich an, die Kartoffel-Knollen regelmäßig mit einer Sprühflasche zu befeuchten. Sobald kein Frost mehr droht, können die vorgekeimten Kartoffeln ins Beet oder einen Pflanztopf.

Im Gegensatz zu Pflanzkartoffeln entfällt bei Kartoffelpflanzen das Vorkeimen. Das erleichtert die gesamte Kartoffelernte. Kartoffelpflanzen sind bereits vorgezogen und verfügen über ein kräftiges Wurzelwerk und Triebe oberhalb der Erde. Diese können Sie, ebenfalls wie Pflanzkartoffeln auch, im Beet oder in Töpfen wie dem PotatoPot oder dem Potato Pflanz-Turm auf Balkon und Terrasse kultivieren.

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