Im Herbst ist Kürbiszeit! Jetzt beginnt die Ernte der gesunden Kürbis-Früchte, welche zu leckeren und einfachen Rezepten verarbeitet werden können. Die Saison dauert bis in den November an. Weltweit gibt es etwas 800 Kürbis-Sorten in verschiedenen Formen, Größen und Farben. Es gibt essbare und dekorative Kürbisse. Letztere werden gerne in der Herbst-Deko und zu Halloween verwendet. Da die Kerne des Kürbisses frei im Fruchtfleisch liegen, gehört dieser botanisch gesehen zu den Beeren, wird jedoch als Gemüse gehandelt. Wir erklären Ihnen in unserem tomgarten-Tipp, wie Sie Kürbis richtig anbauen, welche Sorten besonders beliebt sind und was Sie aus der reichen Ernte Leckeres in der Küche zaubern können.

Die Kürbis-Vielfalt

Bevor Sie sich auf eine Kürbis-Sorte festlegen, sollten Sie zwischen Zier- oder Speise-Kürbis unterscheiden. Der Zier-Kürbis sieht schön aus, ist allerdings nicht essbar. Diesen können Sie vor allem zur Verschönerung und Dekoration von Haus und Garten im Herbst verwenden. Zier-Kürbisse sind meist kleiner als Speise-Kürbisse und habe unter anderem sehr auffallende Formen und Farben. Eine ganz spezielle Sorte ist hier der Deko-Kürbis ‘Turban Mix‘. Die Früchte sehen aus wie kleine Turbane. Große Exemplare, wie der Halloween-Kürbis ‘Cargo‘, sind sehr gut zum Schnitzen von Kürbissen zu Halloween geeignet. Vor allem Kinder haben viel Freude beim Schnitzen von Grimassen in die großen, runden Früchte. Der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt. In der Küche besonders beliebt sind Speise-Kürbisse. Vor allem der Hokkaido-Kürbis ‘Uchiki Kuri‘ mit seinem angenehm kernigen Geschmack und der zart-nussige Butternut-Kürbis ‘Pilgrim‘ sind aus der heimischen und der Gourmet-Küche kaum noch wegzudenken. Sie lassen sich ganz einfach zu herzhaften oder vegetarischen Gerichten zubereiten.

Einfacher Anbau und große Ernte

Bevor man die Kürbis-Früchte zu leckeren Rezepten verarbeiten kann, müssen diese erst einmal im Garten angepflanzt werden. Und echte Gourmets wissen: frisch aus dem eigenen Garten schmeckt es immer noch am besten! Da einige Sorten bis zu 10 Meter lange Ranken bilden, ist ausreichend Platz notwendig. Der Kürbis fühlt sich an einem warmen, sonnigen Standort besonders wohl. Achten Sie auf einen nährstoffreichen und gleichmäßig feuchten Boden. Vor allem das Anpflanzen am Fuße eines Komposthaufens hat sich hier bewährt. Dort erhält die Kürbis-Pflanze alle wichtigen Nährstoffe. Die Samen oder vorgezogenen Pflanzen werden erst nach den letzten Frösten ab Mai ins Freiland gesetzt. Ansonsten ist der Kürbis sehr pflegeleicht und wächst rasch zu einer prächtigen Pflanze mit zahlreichen Früchten heran. Speise-Kürbisse sind reif, sobald sie eine kräftige Farbe erreicht haben. Oder Sie prüfen es mit dem „Klopftest“. Klopfen Sie hierfür leicht gegen die Frucht. Wenn sich diese hohl anhört, können Sie den Kürbis zu Gerichten verarbeiten. Nach der Ernte ist der Kürbis mehrere Monate lagerfähig. Wichtig für eine lange Lagerung ist, dass Sie den Kürbis nicht waschen und nur unbeschädigte Kürbisse lagern. Die Temperatur sollte hierbei idealerweise zwischen 10 – 14 Grad liegen mit einer geringen Luftfeuchtigkeit.

Unser Tipp: Manchmal kann es passieren, dass die Früchte vor dem ersten Frost nicht vollständig ausreifen. Sie können die Früchte dann einfach auf der warmen Fensterbank im Haus nachreifen lassen.

Ein kulinarischer Knaller – für jeden Geschmack das Richtige

Kürbis enthält viele wichtige Nährstoffe, Mineralstoffe, Kalium, Magnesium und Vitamin C. Daher ist er sehr gesund und gilt als Wunderwaffe gegen eine Erkältung oder Grippe. Doch nicht nur mit seinem gesundheitlichen Aspekt kann der Kürbis punkten – er ist auch ein echter kulinarischer Knaller in der Küche. Heute ist der Kürbis aus vielen Gerichten der Spitzenküche nicht mehr wegzudenken. Aber auch Sie können zu Hause einfach und schnell vegetarische und deftige Gerichte zubereiten. Wir haben hier zwei Kürbis-Rezept zum Nachkochen.

Kürbis-Cremesuppe mit Kokosmilch

Zutaten (für 4 Personen):

  • 500 g Kürbis (z. B. Hokkaido-Kürbis ‘Uchiki Kuri‘)
  • 400 g Möhren
  • 1 Zwiebel
  • 1 Stück Ingwer (ca. 2 cm)
  • 1 EL Butter
  • 0,75 Liter Gemüsebrühe
  • 400 ml Kokosmilch (1 Dose)
  • Salz, Pfeffer
  • Saft von einer halben Zitrone

Als Topping empfehlen wir: Gebratene Schinkenwürfel (bei der vegetarischen Variante weglassen), ein paar Kürbiskerne und etwas Kürbiskernöl.

Zubereitung:

Den Kürbis waschen und halbieren. Die Kerne mit einem Löffel entfernen. Kürbis, Möhren, Zwiebel und Ingwer schälen und grob würfeln. Das Gemüse mit der Butter in einem Topf andünsten. Mit der Gemüsebrühe aufgießen und ca. 20 Minuten weichkochen. Anschließend alles fein pürieren. Zum Schluss die Kokosmilch unterrühren und mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken. Die Suppe in tiefen Tellern oder Schüsseln servieren und mit den Toppings verfeinern.

Rucolasalat mit gegrillten Kürbis-Spalten

Zutaten (für 2 Portionen):

  • 1/2 Kürbis (z. B. Hokkaido-Kürbis ‘Uchiki Kuri‘)
  • 150 g Rucola
  • 100 g Ziegenfrischkäse-Taler
  • 4 Scheiben Parma- oder Bauernschinken
  • 4 EL Walnusskerne

Für das Dressing:

  • 30 ml Walnussöl
  • 4 El Weißweinessig
  • 1 EL Honig
  • 1 TL Thymian-Blättchen
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Den Kürbis in Spalten schneiden und in der Grillpfanne oder im Backofen auf dem mit Backpapier ausgelegten Rost bei 200 Grad für ca. 20 Minuten backen. Zwischendurch einmal wenden. Walnussöl, Weißweinessig, Honig und Gewürze verrühren und beiseite stellen. Den Rucola waschen und mit den Ziegenfrischkäse-Talern und dem Schinken auf den Tellern anrichten. Die gegrillten Kürbisspalten und die Walnusskerne darauf verteilen und das Dressing darüber träufeln.

Wir wünschen guten Appetit!