Kälte muss sein – Pflanzzeit für Frühblüher im Herbst

Kaum etwas sorgt nach einem kühlen, tristen Winter für so viel gute Laune wie die ersten Frühblüher. Einige Sorten, wie das Schneeglöckchen, strecken bereits ihre Köpfe aus der Erde, wenn der Boden noch leicht von Schnee bedeckt ist. Besonders zeitig präsentieren sich auch Krokusse und Muscari, die Bienen während ihres ersten Reinigungsfluges eine wichtige Nahrungsquelle bieten. Damit Sie sich an der Blütenpracht der Frühjahrsblumen erfreuen können, müssen die Blumenzwiebeln bereits im Herbst unter die Erde gebracht werden.

Blumenzwiebeln, die im Herbst gepflanzt werden müssen

Neben der richtigen Erde und Pflege, ist es vor allem der richtige Pflanzzeitpunkt, der entscheidend für die Blütenbildung und das Wachstum von Frühlingsboten ist. Für folgende mehrjährige und winterharte Blumenzwiebeln liegt die ideale Pflanzzeit im Herbst:

Eine Ausnahme sind Ranunkeln und einige Lilien-Sorten. Hier ist die Pflanzzeit zwischen Frühjahr und Herbst wählbar. Alle anderen Frühblüher benötigen einen sogenannten Kältereiz, um im Frühling oder Frühsommer zu blühen. Ohne diesen, würden sie bereits zeitig im Jahr austreiben und kämen in ihrem natürlichen Rhythmus durcheinander, was die Zwiebeln stark schwächen würde.

Sobald die Temperaturen ab Mitte / Ende September sinken, können die Frühblüher in die Erde gepflanzt werden. Eine Pflanzung ist bis zum ersten Frost möglich. Unser tomgarten-Pflanzenversand versendet Blumenzwiebeln sowie Gartenpflanzen stets zur idealen Pflanzzeit. Nach dem Erhalt Ihrer Blumenzwiebeln, sollten Sie diese umgehend einpflanzen. Sollte das nicht direkt möglich sein oder die Temperaturen noch mal stärker ansteigen, sollten Sie die Zwiebeln der Frühblüher idealerweise bei 10 – 15 Grad kühl und trocken zwischenlagern. Dies verhindert ein zu frühes Austreiben der Zwiebeln.

Alle Herbst-Blumenzwiebeln

Pflege und Schutz von Frühblühern im Winter

Direkt nach der Pflanzung sollten die Blumenzwiebeln mit ausreichend Wasser versorgt werden. Dadurch wird die Wurzelbildung angeregt und die Frühblüher können gestärkt in die Herbst-/Wintersaison starten. Ansonsten bedarf es während der kalten Wintermonate kaum Pflege. Gießen Sie im Idealfall alle 2 Wochen bei frostfreiem Boden. Denn auch im Winter gilt: der Boden darf nie vollständig austrocknen. Staunässe sollte dabei stets vermieden werden, da dies zur Fäulnis der Zwiebeln führt.

Mehrjährige und winterharte Sorten wie Allium, Krokusse, Tulpen oder Hyazinthen benötigen im Beet keinen zusätzlichen Schutz. Bedingt winterharte Blüher wie Ranunkeln sollten mit etwas Reisig vor starkem Frost geschützt werden. Ebenfalls schützen sollten Sie Blumenzwiebeln in Töpfen, Blumenkästen und Schalen – dies gilt auch für winterharte Frühblüher. Platzieren Sie dafür die Pflanzgefäße so nah wie möglich an einer Hauswand und packen Sie diese frostfest (z. B. in Styropor) ein. Dadurch wird ein Durchfrieren der Erde und Wurzeln vermieden.

Ab wann beginnen die Blumenzwiebeln zu wachsen und zu blühen?

Die Wachstumsphase und Blütezeit der im Herbst gepflanzten Blumenzwiebeln ist zum einen abhängig von der Sorte und zum anderen von den vorherrschenden Bedingungen. Zu den ersten Frühlingsboten gehören Winterlinge, Krokusse, Blausterne, Hyazinthen sowie Schneeglöckchen und Knotenblumen. Vor allem Letztere präsentieren sich bereits sehr zeitig ab Februar. Sobald sich die Temperaturen über dem Gefrierpunkt befinden und in Richtung 10 Grad ansteigen, beginnen die Frühjahrsblüher mit dem Austrieb und der Blütenbildung.

Etwas später, wenn die Temperaturen etwas milder werden, folgen dann Tulpen, Narzissen, Schwertlilien und Allium. Bei Tulpen und Allium unterscheidet man zusätzlich zwischen früh und spät blühenden Sorten, deren Blütezeit sich teilweise bis in den Sommer erstreckt. Möchten Sie die bunte Blütenpracht solange wie möglich genießen, sollten Sie verschiedene Frühjahrsblüher im Beet miteinander kombinieren.

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